Warum Bankroll-Management wichtig ist

Bankroll-Management ist die Disziplin nur Stakes zu spielen die du dir leisten kannst, basierend auf deiner gesamten Poker-Bankroll. Selbst die besten Spieler erleben signifikante Downswings aufgrund von Varianz - richtiges Bankroll-Management stellt sicher dass du diese Downswings uberleben kannst.

Viele erfahrene Spieler sind pleite gegangen, nicht weil sie schlecht im Poker waren, sondern weil sie Stakes gespielt haben die zu hoch fur ihre Bankroll waren. Lass dir das nicht passieren.

Empfohlene Bankroll-Anforderungen

Die Anzahl der Buy-ins die du brauchst hangt von deinem Format und deiner Risikobereitschaft ab:

SpieltypKonservativStandardAggressiv
Cash Games40 Buy-ins25-30 Buy-ins20 Buy-ins
MTT (Turniere)200 Buy-ins100-150 Buy-ins50-75 Buy-ins
Sit & Go100 Buy-ins50-75 Buy-ins30-40 Buy-ins
Spin & Go300+ Buy-ins200 Buy-ins100 Buy-ins
Goldene Regel

Riskiere niemals mehr als 5% deiner Bankroll in einer einzelnen Session oder Turnier. Fur hochvariante Formate wie MTTs halte es unter 2%. Das stellt sicher dass du dich immer von Pechstrahnen erholen kannst.

Cash Game Bankroll-Regeln

Fur Cash Games ist ein Buy-in typischerweise 100 Big Blinds:

  • NL2 (0,01$/0,02$): Du brauchst 40-60$
  • NL10 (0,05$/0,10$): Du brauchst 200-300$
  • NL25 (0,10$/0,25$): Du brauchst 500-750$
  • NL50 (0,25$/0,50$): Du brauchst 1.000-1.500$
  • NL100 (0,50$/1,00$): Du brauchst 2.000-3.000$

Turnier Bankroll-Regeln

Turniere haben hohere Varianz und erfordern grossere Bankrolls:

  • 1$ MTTs: Du brauchst 100-200$
  • 5$ MTTs: Du brauchst 500-1.000$
  • 11$ MTTs: Du brauchst 1.100-2.200$
  • 22$ MTTs: Du brauchst 2.200-4.400$

Stakes hoch- und runtergehen

Wann hochgehen:

  • Du hast die erforderlichen Buy-ins fur das nachste Level
  • Du bist ein konsistenter Gewinner auf deinem aktuellen Stake
  • Du hast studiert und bist fur starkere Konkurrenz vorbereitet
  • Du bist mental bereit fur grossere Swings

Wann runtergehen:

  • Du bist unter die erforderlichen Buy-ins gefallen
  • Du bist in einem signifikanten Downswing
  • Die Spiele auf deinem Stake sind zu stark geworden
  • Du erlebst Tilt oder spielst mit Angst

Das Stop-Loss Prinzip

Setze Session-Limits um deine Bankroll zu schutzen:

  • Tagliches Stop-Loss: Hore auf wenn du 3-4 Buy-ins in einer Session verlierst
  • Wochentliche Uberprufung: Wenn du 10+ Buy-ins down bist, analysiere dein Spiel
  • Runtergang-Trigger: Gehe Stakes runter wenn die Bankroll um 30%+ fallt

Profi vs Freizeitspieler

Deine Situation beeinflusst deine Bankroll-Bedurfnisse:

  • Profi: Braucht mindestens 40-50 Buy-ins (das ist dein Einkommen)
  • Semi-Profi: 30-40 Buy-ins mit Backup-Einkommen
  • Freizeitspieler: 20-25 Buy-ins (kannst bei Bedarf aufladen)

Haufige Bankroll-Fehler

  • Zu oft Shots nehmen: Uber deiner Bankroll spielen
  • Nicht runtergehen: Stolz verhindert Stakes runterzugehen
  • Bankrolls vermischen: Pokergeld fur Lebenshaltungskosten verwenden
  • Varianz ignorieren: Lineare Ergebnisse erwarten
  • Zu viel abheben: Nicht genug Puffer lassen